Ungünstige Kreuzungsgeometrie
Abbiegeproblematik Reuterstraße - Donaustraße

Grün: Geplante Fahrradrouten. Kartengrundlage: Openstreetmap.
Die Planung Donaustraße endet an der östlichen Bordsteinkante der Reuterstraße. Das ist ein großer Fehler, denn der Einmündungsbereich birgt großes Gefährdungspotential in Anbetracht des dort herrschenden Verkehrs und der fehlenden Radverkehrsführung. Da dort in einer Richtung 2 Buslinien verkehren, ist eine Verkehrsberuhigung kaum möglich. Dieser Aspekt wird im Kapitel über die Verkehrsmengen auf einer Radroute behandelt. Hier soll das Problem des Abbiegens an einer solchen Einmündung erörtert werden.
Die geplante Fahrradroute verläuft von der Donaustraße über die Reuterstraße zur Sonnenallee. In dieser Fahrtrichtung ist das unproblematisch, in der Gegenrichtung müssen Radfahrende links abbiegen. Das Abbiegen von Radfahrenden ist zwar im Gegensatz zu dem Abbiegen von Kfz erlaubt, es fehlt aber nicht nur jegliche Radverkehrsführung, sondern es ist auch kein Platz vorhanden, an dem der Gegenverkehr abgewartet werden kann. Rein theoretisch müssten folgende Kfz warten, bis der Abbiegevorgang beendet ist, die Realität zeigt aber leider, dass in diesen Situationen Kfz mit wenigen Zentimetern Abstand und nicht angepasster Geschwindigkeit an den Wartenden vorbei fahren. Ein geschützter Wartebereich ist deshalb unerlässlich. Folgende Maßnahmen können Abhilfe schaffen:
- Anlage einer durch eine Verkehrsinsel geschützten Abbiegespur
- oder eine Aufstellfläche am rechten Fahrbahnrand außerhalb der Fahrspur.
In beiden Fällen wird diese Maßnahme sinnvoller Weise mit einer Überquerungsmöglichkeit für den Fußverkehr kombiniert: Das wären Gehwegvorstreckungen in der Reuterstraße, die am besten noch mit einem Zebrastreifen verbunden werden.

Zur Befahrung der Radroute Donaustraße muss hier von der Reuterstraße links abgebogen werden (blauer Pfeil). Dazu können sich Radfahrende links einordnen (gelber Pfeil) oder indirektes Abbiegen wählen (oranger Pfeil). Auf einer wenig durch Kfz befahrenen Straße ist das unproblematisch. Hier sind allerdings Verkehrsmengen zu verzeichnen, die in der Regel ein Abwarten des Gegenverkehrs und beim indirekten Abbiegen zusätzlich des Verkehrs in der selben Richtung erfordern. In beiden Fällen ist dafür aber kein Platz vorhanden, an dem Radfahrende warten können, ohne von nachfolgenden Kfz bedrängt zu werden.


An der Einmündung Donaustraße besteht keine Überquerungsmöglichkeit der Reuterstraße. Diese ist für Fußgänger nur an der Sonnenallee oder der Karl-Marx-Straße sicher überquerbar. Das "Fußgängerschutzgitter" wurde vermutlich wegen der dort befindlichen Kita aufgestellt. Damit ist die Kita zu Fuß aus der Donaustraße nur über einen großen Umweg erreichbar. Eine Querungsmöglichkeit für den Fußverkehr muss zumindest an einer Seite geschaffen werden, z.B. durch Anlegen eines Zebrastreifens.
